Hallo zusammen, ich stehe vor genau derselben Entscheidung und bin ehrlich gesagt ziemlich überfordert von all den widersprüchlichen Informationen. Unsere Gasheizung ist sogar schon 28 Jahre alt und die Reparaturen werden immer häufiger, aber eine Wärmepumpe kostet ja auch erstmal eine Stange Geld. Ich habe schon drei verschiedene Angebote eingeholt und die Preisunterschiede sind riesig - zwischen 15.000 und 25.000 Euro liegt da alles drin. Am meisten Sorgen macht mir, ob unser schlecht gedämmtes Haus von 1975 überhaupt für eine Wärmepumpe geeignet ist, denn die Heizkosten sollen ja nicht noch höher werden als jetzt schon.
Hör mal zu, ich war vor zwei Jahren in genau derselben Situation mit meinem 70er-Jahre-Bau und kann dir nur raten: Lass dir nichts von den ganzen Wärmepumpen-Predigern einreden! Bei schlecht gedämmten Häusern sind die Dinger oft rausgeschmissenes Geld, weil sie bei niedrigen Temperaturen ineffizient werden und dann doch wieder der elektrische Heizstab anspringt. Ich hab erstmal ordentlich die Dämmung gemacht und dann eine moderne Gasbrennwerttherme eingebaut - kostet die Hälfte und heizt zuverlässig, auch wenn's mal richtig kalt wird. Die Politik kann einem viel erzählen, aber am Ende zählt nur, dass du nicht frierst und nicht pleite gehst.
Hey! Ich war 2019 in einer ähnlichen Situation mit meinem 70er-Jahre-Haus und habe trotz schlechter Dämmung den Sprung zur Luft-Wasser-Wärmepumpe gewagt - beste Entscheidung ever! Klar, die ersten beiden Winter waren die Kosten noch höher, aber seit der Strompreisbremse und den gestiegenen Gaspreisen spare ich richtig Geld und heize komplett CO2-neutral. Bei den Angeboten würde ich nicht nur auf den Preis schauen, sondern unbedingt einen Anbieter wählen, der eine ordentliche Heizlastberechnung macht und die Heizkörper mit einplant. Tipp: Hier kannst Du kostenlos Angebote von regionalen Fachfirmen für die Wärmepumpen einholen. Falls Budget da ist, parallel wenigstens das Dach dämmen lassen - das macht bei der Effizienz einen riesigen Unterschied!
Bei einem Haus von 1975 würde ich erstmal eine Energieberatung machen lassen - kostet etwa 500 Euro, aber dann weißt du genau, ob sich eine Wärmepumpe rechnet oder ob du vorher dämmen musst. Ich hatte eine ähnliche Situation und habe zuerst die oberste Geschossdecke gedämmt und neue Fenster eingebaut, das war deutlich günstiger als eine überdimensionierte Wärmepumpe. Bei den Angeboten würde ich nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch darauf, welcher Installateur schon mal Wärmepumpen in Altbauten eingebaut hat - das macht einen riesigen Unterschied bei der späteren Effizienz.
Redaktion: Energieberater in der Nähe finden
Hallo, kann deine Situation gut nachvollziehen - hab letztes Jahr bei meinem 70er-Jahre-Haus derselben Entscheidung gestanden. Bei so einem schlecht gedämmten Haus würde ich dir ehrlich raten, erst mal die wichtigsten Dämmmaßnahmen anzugehen, sonst frisst die Wärmepumpe Strom ohne Ende. Lass dir auf jeden Fall von den Anbietern eine realistische Jahresarbeitszahl für dein konkretes Haus berechnen - wenn die unter 3,5 liegt, wird's teurer als Gas. Bei den Preisunterschieden würde ich genau schauen, was alles enthalten ist, oft fehlen bei den günstigen Angeboten die Nebenkosten wie Elektrik oder hydraulischer Abgleich.